****** Über 40 Jahre hat dieses unglaublich gute Doppelalbum, das in nur 4 Tagen eingespielt wurde, nun schon auf dem Buckel. Es erreichte in UK # 9 und in den USA nur # 17, war dort aber über 3 Jahre in den Charts. Die sieben Musiker (Peter Cetera - bass, vocals / Terry Kath - guitar, vocals / Robert Lamm - keyboards, vocals / Danny Seraphine - drums / Lee Loughnane - trumpet / James Pankow - trombone / Walter Parazaider - saxophone, woodwinds) demonstrierten in beeindruckender Weise wie man Rock und Jazz perfekt miteinander kombinieren konnte. Neben den für das Album so typischen Jazzrock-Elementen kommen auch Blueseinflüsse durch, wie bei 'South California Purples' oder dem von Stevie Winwood ursprünglich für seine damalige Band, der Spencer Davis Group, geschriebene 'I'm A Man', das in der Chicago-Version als Single sogar in D einen sensationellen # 10 erreichte. Darüberhinaus bietet das Album auch musikalisch zugänglichere Songs mit Ohrwurmqualität wie 'Does Anybody Really Know What Time It Is?', 'Questions 67 and 68' oder 'Beginnings',, die alle drei, zumindest in den USA, als Single erschienen sind und die absolut Alltime- Klassiker der Band sind. Eher wilde und unstrukturierte, aber entfesselnde, Jam-Sessions sind dagegen 'Poem 58' und das 14-minütige 'Liberation', wo vor allem Terry Kath sein Können an der Gitarre zeigen kann. Allerdings muss man auch den absoluten Schwachpunkt des Albums ansprechen. 7 Minuten lang quält Terry Kath in 'Free Form Guitar' nicht nur seine Gitarre sondern auch die Ohren der Zuhörer mit Rückkoppelungen undGitarrenverzerreffekten. Insgesamt aber ein Spitzenalbum auf höchstem Niveau, welches auch bei den nachfolgenden Alben 'II', 'III' und 'Live At Carnegie Hall' gehalten wird. |