***** Atlantas Heavy Giganten Mastodon melden sich kurz nach der Veröffentlichung ihrer ersten DVD "The Workhorse Chronicles" mit einem Re-Release Ihres Debüts "Call Of The Mastodon" zurück. Um präzise zu sein, meldet sich Mastodons alte Plattenfirma zurück. Nach dem überragenden und überraschenden Erfolg von Mastodons LP "Leviathan", wechselte die Band zum Major-Label. Das versetzte Indie-Label Relapse Records schlachtet branchenüblich die Rechte an altem Material aus. Das Ergebnis ist das vorliegende Liedgut, welches aus bereits veröffentlichten Songs sowie vier bislang unveröffentlichten Stücken besteht. Diese Kollektion bietet eine Auswahl der allerersten Aufnahmen Mastodons und wurde neu gemischt und gemastert sowie mit einem neuen Artwork von Paul Romano versehen. "Call Of The Mastodon" ist ein akustisches Zeitdokument, das eine Band zeigt, die ihren Sound und ihren Platz in der Musik zu finden versucht. Der Beginn einer Identitätssuche, die mit dem in 2004 erschienenen und großartigen Werk "Leviathan" seine Erfüllung findet. Bassist und Sänger Sanders beschreibt "Call Of The Mastodon" als " das erste richtige Monster das wir jemals erschaffen haben" und damit wäre eigentlich alles Wichtige gesagt.In Anlehnung an den prähistorischen Namensgeber, walzt die Band musikalisch auch alles nieder was ihr vor die Stoßzähne kommt. Ob im Opener "Shadows That Move" oder in den konzeptionell zusammengehörenden Stücken "Battle At Sea", "Deep Sea Creature" und "Slickleg", Mastodon verstehen schon zu jener Zeit mit filigraner Gewalt zu überzeugen. Abwechslungsreiche Riffs, präzise und akzentuiert gespielt, roher Brachialsound der aus den Boxen ballert sind bereits damals schon das unverkennbare Trademark dieser Band. Dennoch lassen sich Mastodon musikalisch keiner Kategorie zuordnen, was sie ausmacht ist ihr einzigartiges Zusammenspiel, ihre technische Perfektion, ihre Fähigkeit Songs interessant aufzubauen. Interessante Strukturen treffen auf konzeptionelle Epik, Aggression trifft auf Emotion, Destruktion und Melancholie auf Kreativität. Um es metaphorisch auf den Punkt zu bringen: Das komplexe Schlagzeuggeknüppel von Drummer Brann Dailor bildet das pumpende Herz dieses wütenden Ungetüms, während die Saiteninstrumente die um sich schlagenden Gliedmaßen bilden und alles um sich zermalmen. Gekrönt wird dieses Klang-Untier vom grunzenden Gesang, der einem wie ein Säbelzahn gekonnt das Trommelfell filetiert. |