**** Nach 5 guten bzw. hervorragenden Studioalben und einem außergewöhnlichen Livealbum präsentierten Uriah Heep im Spätsommer ihr siebtes Werk „Sweet Freedom“, das allerdings nicht ganz den Standart seiner Vorgänger erreicht. Das Album beginnt mit dem Rocker „Dreamer“, einer alles in allen etwas faden Nummer. Etwas besser ist „Stealin‘“, das zwar stark beginnt aber schnell abebbt. Als Single ausgekoppelt wurde „Stealin‘“ in den USA ein Mini-Hit. Allenfalls Durchschnitt ist der Rocker „One Day“. Ohne die fantastische Stimme von David Byron wäre das Stück kaum der Rede wert. Das erste richtig gute Stück des Albums ist der Titelsong, „Sweet Freedom“. „Sweet Freedom“ beginnt ähnlich verhalten wie ihr 71er Stück „July Morning“, steigert sich aber nach und nach in einen kräftigen Rocksong. Das Stück ist zwar gut, aber beileibe kein Glanzstück im Gesamtwerk Hriah Heeps. Mit schicksalschwangeren, an Pink Floyd erinnernden Keyboardeinlagen beginnt „If I Had The Time“, das sich aber schnell in einen Uriah Heep typischen Song wandelt. Ohne große Höhepunkte plätschert das Stück 5:43 Minuten vor sich hin. Ein gradliniger Rocker und eines der besten Stücke des Albums ist „Seven Stars“, das ein wenig an ihren 72er Hit „Easy Livin‘“ erinnert. Ein echtes Highlight und das beste Stück des Albums ist das akustische „Circus“, das wenig spektakulär klingt aber genau daraus seinen Charme bezieht. Der treibende Rocker „Pilgrim“ präsentiert Uriah Heep in Bestform. Zwar ist auch „Pilgrim“ kein Glanzstück im Gesamtwerk der Heeps, weiß aber dennoch auf der ganzen Linie zu überzeugen. Fazit: „Sweet Freedom“ ist ein eher durchwachsenes Album, das zwar nicht schlecht ist aber auch nicht so richtig überzeugen kann. Wer Uriah Heep kennenlernen möchte, der sollte von „Sweet Freedom“ als Einstieg die Finger lassen! |