LOGIN
  SEARCH
  

FINNISH CHARTS 
SEARCH 
BEST OF ALL TIME 
FORUM
Finnish singles chart archive
Sisältää hitin
Bug Report
Mitä Suomi Soittaa (1954-1987) - book
A peek into a Studio


 
HOMEFORUMCONTACT

STRAPPING YOUNG LAD - ALIEN (ALBUM)
Year:2005
World wide:
fr  Peak: 156 / weeks: 2
se  Peak: 48 / weeks: 1

Cover

TRACKS
18/12/2015
LP Blood BLOOD022R / EAN 0764072823539
   
30/04/2021
LP Listenable POSH553 / EAN 3760053845535
   

MUSIC DIRECTORY
Strapping Young LadStrapping Young Lad: Discography / Become a fan
STRAPPING YOUNG LAD IN FINNISH CHARTS
Albums

TitleEntryPeakweeks
The New Black30/2006173
1994 - 2006 The Chaos Years15/2008321
SONGS BY STRAPPING YOUNG LAD
Aftermath
Anti Product
Detox
Love?
Oh My Fucking God
Possessions
Satan's Ice Cream Truck
Shitstorm
Skeksis
Spirituality
Wrong Side
You Suck
ALBUMS BY STRAPPING YOUNG LAD
1994 - 2006 The Chaos Years
Alien
City
City / Heavy As A Really Heavy Thing
Heavy As A Really Heavy Thing
Live In Australia - No Sleep 'Till Bedtime
S.Y.L.
The New Black
DVDS BY STRAPPING YOUNG LAD
For Those Aboot To Rock: Live at the Commodore
 
REVIEWS
Average points: 6 (Reviews: 1)
******
Irgendwo im kanadischen Hinterland steht ein kleines Herrenhaus auf einem kahlen Hügel. Der heruntergekommene Vorgarten und die zugenagelten Fenster lassen vermuten, dass längst niemand mehr dort lebt. Und doch hört man irgendwo aus dem Anwesen heraus wahnsinniges Gelächter. Tief unten in den Kellergewölben springt ein wirr kichernder Mann im Wissenschaftler-Kittel von einer übergroßen Apparatur zur nächsten. Kleine Entladungen zucken in Form von Blitzen über etliche Spulen und Antennen. Die von der Spannung aufgeladene Luft lässt das lange Haar des vermeintlichen Wissenschaftlers mit fliehender Stirn und irrem Blick chaotisch in alle Richtungen stehen. Hektisch bedient er die fremdartigen Gerätschaften. Mit der Bewegung eines Kippschalters ist er sich sicher: Schon bald ist die Arbeit vollendet und sein "Alien" wird endlich zum Leben erwachen. <br>So ungefähr könnte das neue Werk des überall gefeierten Klang-Extremisten Devin Townsend und seiner Band Strapping Young Lad entstanden sein.<br>Das klingt vielleicht etwas an den Haaren herbei gezogen, doch wirklich verwundern würde es wohl niemanden, wenn dem so wäre. Um der Townsend-spezifischen Einleitung gleich mal den Wind aus den Segeln zu nehmen sei gesagt, dass der Erfolg der Platte eben auch seinen drei Mitstreitern zu verdanken ist. Ohne Byron Stroud (auch bei Fear Factory) am Bass, Jed Simon (ex-Frontline Assembly) an der zweiten Gitarre und Gene Hoglan (Death Angel, ex-Death, ex-Testament) am Schlagzeug ginge die Platte bei weitem nicht so ab, wie sie es tut. Der Versuch einer stilistischen Einordnung ist diesmal natürlich mal wieder hoffnungslos zum Scheitern verurteilt. Beutelnde Härte trifft auf atmosphärische Melodien. Brutale Blasts und aggressive Riffs stapfen über einen Teppich aus komplexen Harmonien, Samples und allerlei Effekten. Zum Verständnis und zur besseren Erklärung wäre es durchaus von Vorteil, Musik-Wissenschaftler zu sein. Da das aber die Wenigsten von sich behaupten können, empfiehlt es sich, das Ding einfach wirken zu lassen. Der Opener "Imperial" beginnt schon mal als ziemliches Brett, wechselt dann im Verlauf aber zu fast schon epischem Klang mit Chören im Hintergrund. Bei "Skeksis" meint man in den ersten Sekunden einen Fear Factory-Song vor sich zu haben.<br>Hier fällt auch sofort Hoglan’s Können am Schlagzeug auf, der uns mit unglaublicher Präzision durch das vermeintliche Klang-Chaos wirbelt. Ebenso wenig geordnet geht es in "Shitstorm" zu. Dafür aber um einiges härter! Es dominieren extreme Blasts und fieses Gekeife.<br>"Love?" schraubt wieder etwas zurück und schenkt uns ein wenig Zeit für einen klareren Kopf. Herrlich eingängige Melodien bauen einen Song, der ebenso gut auf eines von Devin’s Solo-Alben gepasst hätte. Naja. Dank der Pause wirkt auch der mehr oder weniger Mid-Tempo-Track "Shine" wieder etwas überschaubarer. Mit "We Ride" und "Possessions" folgen eine rasante Geschwindigkeits-Bombe mit coolem Gitarren-Frickel-Part sowie ein weiteres Mid-Tempo-Stück mit Frauenchor. Die Ballade "Two Weeks" kommt völlig ohne Schlagzeug aus. Klare Klampfen und weicher Gesang sorgen zusammen mit kristallinen Hintergrund-Klängen dafür, dass man je nach Belieben in sphärische Höhen hinaufsteigt, oder im schimmernden Ozean abtaucht. Das Lied spannt auch den Bogen für "Thalamus", welches sich langsam atmend zu kurzen Wutausbrüchen steigert die anschließend Devin's Gesang weichen.<br>"Zen" bildet als vorletztes Stück sozusagen schon das Schlusslicht. Hier geht es mit Riffs, Drumms und Gesang noch mal ordentlich zur Sache. Am Ende steht das fast zwölf Minuten lange "Info Dump", welches seinem Namen alle Ehre macht. Statt Musik werfen Strapping Young Lad eine Ladung Geräusche auf den "Informations-Entsorgungsplatz", die es uns schwer machen werden, die CD zum einschlafen zu hören. In den letzten drei Minuten ufert die Geräuschkulisse nämlich in unerträgliche Lärmbelästigung aus. Jeder anderen Band wäre man bei einer solchen Idee böse. Das auf "Alien" zu hören überrascht aber nicht wirklich. Irgendwie muss man sich ja schließlich den Ruf als wahnsinniger Haufen erhalten.<br><br>Mit dieser Platte ist Strapping Young Lad ein unglaubliches Meisterwerk gelungen. Zudem für mich eine der bessen Produktionen die ich jemals gehört habe. Zwar trägt es mehr als alle anderen Alben der Band die Handschrift von Devin Townsend, aber das steht "Alien" nicht unbedingt schlecht. Und: Wer wissen möchte, wie die Scheibe tatsächlich entstanden ist, sollte schnell zugreifen und sich die Version mit Bonus DVD sichern. Auf der gibt es dazu nämlich eine ausführliche Dokumentation.<br><br>Wahnsinn!
Add a review

Copyright © 2021 Hung Medien. Design © 2003-2021 eMedia Jungen. All rights reserved.
Page was generated in: 0.84 seconds